Damals...

HISTORISCHE FUNDSTÜCKE VOM DÜSSELDORFER FLUGHAFEN

In den letzten Monaten haben wir unsere Leser gebeten, in Fotoalben, Kartons und Kästchen nach historischen Fotos vom Düsseldorfer Flughafen zu suchen. Und sie sind fündig geworden! Sehen Sie selbst, was unsere Leser und Leserinnen ausgegraben haben.

historische Lufthansa-Maschine

Gehen Sie mit uns auf eine kleine Zeitreise durch die vergangenen Jahrzehnte Düsseldorfer Flughafen-Geschichte und schwelgen Sie beim Stöbern durch die historischen Bilder unserer Leserinnen und Leser in Erinnerungen.

Der heute 78jährige Bruno Schleuter aus Ratingen erinnert sich an die Zeit Anfang der 1950er Jahre. Die Aufnahme dieser Air France Douglas DC-3 entstand mit einer Boy Box-Kamera im Format 4x6 durch den Flughafenzaun.

Flugpläne besorgten sich die Jugendlichen damals direkt am Flughafen und wußten immer genau, wann welcher Flieger landete oder startete.

Rainer Spoddig ist viel zu jung, um sich an die 1950er Jahre zu erinnern. Als diese Aufnahme einer Pan American World Airways Douglas C-54 Skymaster gemacht wurde, war der heutige Reisebürokaufmann noch gar nicht auf der Welt. Sein Vater Kurt drückte 1951 auf den Auslöser.

„Clipper Roland“ lässt gerade Motor Nummer zwei an und wird sich wenig später langsam in Bewegung setzen, um zu einem Flug nach Berlin abzuheben.

Unter Planespottern ist der Berliner Ralf Manteufel eine lebende Legende. Als einer der wenigen machte er in den 1960er Jahren schon Farbbildern von Flugzeugen, überwiegend auf seinen „Heimatflughäfen“ Tempelhof und Tegel. 1966 führte ihn ein Ausflug aber nach Düsseldorf. Die Szene zeigt eine moderne Avro HS.748 mit Turboprop-Triebwerken der britischen Airline BKS, dahinter eine Lockheed Super Constellation der Lufthansa.

Das Gerät auf dem Vorfeld ist typisch für die Zeit: Ein VW Bulli und ein Traktor als Schlepper für schweres Gerät. Die Bäume im Hintergrund säumen die Kalkumer Schlossallee.

Andreas Gercer ist seit mehr als 30 Jahren am Düsseldorfer Flughafen beschäftigt. Aktuell arbeitet er als Administrator in der Gepäckabfertigung. Davon wusste er 1966 natürlich noch nichts. Mit seiner Familie flog er damals in den Italienurlaub. Bevor es losging, entstanden einige Bilder für das Familienalbum, die er gerne mit uns teilt.

Das Flughafenrestaurant war gleichzeitig eine Aussichtsterrasse, die Flugzeuge zum greifen nah. Von links nach rechts sind eine Douglas DC-6 der italienischen Airline SAM und eine Super Constellation der Lufthansa zu erkennen.

Erika Augustin aus Essen ist im Juli 1966 von Düsseldorf nach Ibiza gereist. Mit dem Reiseveranstalter Trans-Air in einer zweimotorigen Fokker FK-27 der LTU. Und sie hat viele Erinnerungen aufgehoben: Ticket, Bordkarte, eine Postkarte und ein Foto des Fliegers. Schon damals mussten fünf D-Mark Fluggastgebühr entrichtet werden. Vor dem Abflug in Spanien wurden nochmals 50 Pesetas fällig.

Eine interessante Information ist auf der letzten Seite des Papiertickets abgedruckt. Die Airline listet auf, was über die Freigepäckgrenze hinaus kostenlos in der Kabine mitgenommen werden darf: eine Reisedecke, eine kleine Damenhandtasche, ein Mantel oder Umhang, ein Regenschirm oder Spazierstock, eine angemessene Menge Reiselektüre, eine kleine Kamera und ein Fernglas, dazu Kindernahrung für die Reise und ein Kindertragekorb.

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