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EXKLUSIVE TOUREN FÜR PLANESPOTTER

Joachim C. Deutenberg ist extra aus dem hessischen Hofheim nach Düsseldorf angereist, um an der Spottertour des Düsseldorfer Flughafens teilzunehmen. Insgesamt sind es 27 Spotter, die an diesem verregneten Septembermorgen pünktlich um sechs Uhr zum vereinbarten Treffpunkt gekommen sind, um eine dreistündige Fototour über das Flughafengelände zu unternehmen. Aber Moment mal, was sind eigentlich Spotter?

Eurowings
Genau genommen reden wir hier von Planespottern. Das sind in den meisten Fällen Vertreter des männlichen Geschlechts, ausgerüstet mit professionellen Kameras und unterwegs, um Flugzeuge zu fotografieren. Genau wie der Fußball kommt diese Freizeitbeschäftigung aus England. Spotter leitet sich von „to spot – beobachten“ ab. Und genau das war es in den Anfangstagen auch, das Fotografieren kam erst später hinzu. Planespotter sind also Flugzeugbeobachter. Der Ursprung dessen, was heute als Hobby betrieben wird, hat einen durchaus ernsten Hintergrund. Im Zweiten Weltkrieg ermunterte die britische Regierung die Bevölkerung, nach Flugzeugen am Himmel Ausschau zu halten und dabei Freund und Feind unterscheiden zu lernen. Es wurden erste „Spotter Guides“ herausgegeben, in denen die Merkmale der Flugzeuge beschrieben und abgebildet wurden. Nachdem der Krieg vorbei war, schauten viele Briten weiterhin in Richtung Himmel und fuhren zu Flughäfen, um Flugzeuge zu beobachten. Später wurden erste Fotos gemacht und das Hobby in seiner heutigen Form entstand. Erstaunlicherweise verbreitete es sich in den wohlhabenderen Nationen und bald gab es Spotter in der Schweiz und Deutschland, in den USA und in Kanada. 

Wichtig für den Planespotter ist der Zugang zu den Objekten der Begierde. Nicht an allen Airports gibt es Zuschauerterrassen. Spotter stehen deshalb an Zäunen und auf Wiesen rund um die Flughäfen in aller Welt. Flieger vom Vorfeld aus  fotografieren zu dürfen, ist „das Größte!“ Der Düsseldorfer Airport bietet den Enthusiasten an wenigen ausgesuchten Terminen im Jahr diese Gelegenheit. Die Termine sprechen sich in der Szene schnell herum und die exklusiv für Spotter veranstalteten Touren sind rasch ausgebucht. 

Diesmal war die neue Cathay Pacific-Verbindung nach Hongkong Anlass für eine solche Spottertour. Der Flieger landet morgens kurz nach sieben Uhr in Düsseldorf, die Terrasse ist zu dieser Zeit noch geschlossen. Klar, dass für viele die Vorfeldtour eine gute Gelegenheit bot, die „Triple Seven“ aus Asien zu erwischen. Dass das Wetter an diesem Tag so schlecht werden sollte, und die Maschine auch einige Minuten vor der erwarteten Zeit in der Dämmerung landete, konnte niemand planen. Für Thomas Fraszczak aus Ratingen-Tiefenbroich hat sich die Tour trotzdem gelohnt. „Wir konnten Bildern aus Perspektiven machen, die von außerhalb einfach nicht möglich sind.“ Recht hat er. Und spätestens auf dem traditionellen Gruppenbild vor dem Objekt der Begierde, dem Cathay Pacific-Flieger, konnten die ersten der früh aufgestandenen Teilnehmer schon wieder ein wenig lächeln.

Tourbus

Fototouren für jedermann

Sie müssen nicht gleich zum Spotter werden, um in den Genuss unserer Fototouren zu kommen. Lichten Sie das Geschehen auf dem Vorfeld ganz aus der Nähe ab.

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